Bangladesch - Soforthilfe für Flutopfer und Flüchtlinge

 

In Bangladesch gibt es schlimme Überschwemmungen, gleichzeitig hilft das Land den Flüchtlingen aus Myanmar. Daher hat Knorr-Bremse Global Care e.V. entschieden, jeweils 50.000€ an die Flutopfer und für die Versorgung der Flüchtlinge zu spenden.

Indien, Nepal und Bangladesch werden von den stärksten Überschwemmungen seit Jahrzehnten heimgesucht. In der Region sind insgesamt über 40 Millionen Menschen betroffen. Ganze Dörfer wurden von den Wassermassen und von Erdrutschen zerstört. Auch die langfristigen Schäden werden enorm sein. Ackerflächen sind überflutet, was zu Ernteausfällen führt und die Existenz von tausenden Kleinbauern zerstört. Ebenso sind viele Brunnen in der Region verschmutzt, was den Zugang zu sauberem Trinkwasser erschwert. Besonders schlimm hat es Bangladesch getroffen, das zu den ärmsten Ländern der Welt zählt und immer wieder mit solchen Naturkatastrophen zu kämpfen hat.

Deswegen hat sich Knorr-Bremse Global Care e.V. dazu entschieden 50.000 Euro an den langjährigen Partner World Vision zu spenden. Die Hilfsorganisation arbeitet seit über 20 Jahren in Bangladesch und hilft den Menschen in Notsituationen. Gleichzeitig wird mit langfristigen Entwicklungsprojekten versucht, die Menschen gegen solche Ereignisse resistenter zu machen. Mit der Spende können unter anderem Hygiene Kits verteilt und neue Latrinen gebaut werden. Außerdem bekommen schwangere und stillende Mütter ergänzende Nahrungsmittel. Es werden auch Ziegen und Hühner ausgegeben, damit sich die Menschen zum Teil selbst versorgen können. Insgesamt sollen dadurch zirka 5.000 Menschen erreicht werden.

Gleichzeitig muss sich Bangladesch aber noch einer weiteren Herausforderung stellen: die Aufnahme und Versorgung von Geflüchteten aus Myanmar. Seit dem 25. August sind mehr als 400.000 Rohingya – davon knapp 60% Kinder – aus Rakhine über die Grenze nach Bangladesch geflohen. Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit in Myanmar, die seit Jahrzehnten unterdrückt und ausgegrenzt wird. Nach Informationen von Geflüchteten und Menschenrechtsorganisationen werden ganze Dörfer vom burmesischen Militär niedergebrannt und die Bewohner vertrieben. Mehrere Hundert wurden getötet. Der UN-Generalsekretär, Antonio Guterres, spricht bei diesen Aktionen von „Anzeichen einer ethnischen Säuberung.“ Auslöser für die Unruhen waren Angriffe von muslimischen Rebellen auf Polizei- und Militärstationen.

Die Camps, in denen die Geflohenen untergebracht sind, sind völlig überfüllt. Die Menschen leben in behelfsmäßigen Zelten oder am Straßenrand. Nahrung, sauberes Wasser und Medikamente sind knapp, was die Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten, besonders bei Kindern, drastisch erhöht. Durch eine Spende in Höhe von 50.000 Euro unterstützt Global Care die Hilfsmaßnahmen von Save the Children. Damit können über 3.000 Familien mit dem Nötigsten versorgt werden. Neben der Verteilung von Nahrungsmitteln, Wasser und Hygieneartikeln, bekommen die Menschen auch Baumaterialien, um sich einfache Unterkünfte errichten zu können. Zusätzlich werden Lernzentren und „child friendly spaces“ eingerichtet, in denen die Kinder pädagogische und psychologische Betreuung erfahren. Save the Children plant in den nächsten Wochen über 200.000 Geflüchtete zu erreichen.

© World Vision

© Abdullah Seru - Save the Children

© Save the Children

Bangladesch - Soforthilfe für Flutopfer und Flüchtlinge

Schwerpunktthema: Soforthilfe

Ort: Bangladesch

Erreichte: ca. 5,000 Flutopfer und 3,000 Flüchtlingsfamilien

Projektierte Kosten: jeweils 50.000 EUR für Flutopfer und Flüchtlinge

Partnerorganisationen: World Vision und Save the Children

Dauer: September 2017 - Dezember 2017

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