Südafrika - Bildung durch Fußball

 

Diepsloot heißt auf Afrikaans „tiefe Grube“ und ist zugleich der Name eines der größten Slums in Johannesburg, Südafrika. Eine verständliche Assoziation, blickt man über das Meer aus Holz- und Wellblechhütten, ohne direkten Stromund Wasseranschluss und berüchtigt für Gewaltverbrechen. Ausbildung, Jobs und Erwerbsmöglichkeiten bedeuten für die junge Bevölkerung einen Ausweg aus den schwierigen Lebensumständen. Hier setzt die Arbeit von AMANDLA EduFootball e.V. mit Unterstützung von Knorr-Bremse Global Care e.V. an. Die Oliver Kahn Stiftung hat das Projekt 2015 mit ins Leben gerufen.

Sport dient als Türöffner zur Bildung: Das ist die Grundidee hinter dem sogenannten „Safe-Hub“. Dieser sichere Ort bestehend aus Fußballplatz und Bildungszentrum gibt Kindern und Jugendlichen Zugang zu Sport-, Freizeit- und Bildungsaktivitäten. Betrieben von AMANDLA, entsteht in Diepsloot aktuell der dritte Safe-Hub. Dort absolvieren 15 ausgewählte Jugendliche aus der Township, die „PlayMaker“, eine einjährige interdisziplinäre Ausbildung in Jugendarbeit oder Sportmanagement. Dabei organisieren sie unter anderem wöchentliche Sportaktivitäten für 1.500 bis 2.000 Kinder. Knorr-Bremse Global e.V. finanziert das Programm, erfolgreiche Absolventen erhalten eine Jobgarantie. „Die Vorbildfunktion der PlayMaker ist nicht zu unterschätzen“, erklärt Jakob Schlichtig, Co- Geschäftsführer von AMANDLA. „Die Kinder sehen: ‘Auch ich kann es aus dem Slum schaffen und den Kreislauf von Armut, Arbeitslosigkeit und Ungleichheit durchbrechen, wenn ich mich sehr anstrenge’.“

Knorr-Bremse Global Care e.V. hat bereits 2015 in einem Safe-Hub in Gugulethu, einer Township in Kapstadt, den Bau von Schulungsräumen – die „Knorr-Bremse Academy“ – finanziert. Die Erfolge der Safe-Hubs in Südafrika überzeugen: am Standort in Khayelitsha verbesserten sich die Schulleistungen der Kinder in den Fächern Mathematik und Englisch innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 38 Prozent, die Kriminalitätsrate im Einzugsbereich des Safe-Hubs sank zwischen 2009 und 2014 in einigen Kategorien um bis zu 44 Prozent. Die ehemalige Teilnehmerin Noshipo Makana sagt heute: „Der Safe-Hub hat mein Leben verändert.“ Sicher: Sport alleine verändert noch kein Leben, aber er erreicht Menschen. Die gewonnene Erfahrung von Fair Play, Toleranz und Verantwortung macht die Jugendlichen und Kinder auch außerhalb des Platzes zu Gewinnern.

„Der Safe-Hub hat mein Leben verändert“: Noshipo Makana ist nicht die Einzige, die überzeugt ist, dass das Konzept wirkt.

 

Südafrika - Bildung durch Fußball

Themenschwerpunkt: Bildung

Projektort: Diepsloot, Johannesburg, Südafrika

Erreichte Menschen:15 Jugendliche erhalten ein einjähriges Ausbildungsstipendium, 1.500 Kinder nehmen am wöchentlichen Sportprogramm teil

Projektierte: 75.300 Euro

Global Care Projektpate: Dr. Sigurd Dahrendorf, Alois Adlkofer

Partnerorganisation: Amandla EduFootball e.V.

Laufzeit: September 2016 - August 2017

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„Der Safe-Hub hat mein Leben verändert“: Noshipo Makana ist nicht die Einzige, die überzeugt ist, dass das Konzept wirkt.