Tansania
Bau eines Jugendzentrums für Aidswaisen

Projektbeschreibung:
In einem Jahr sterben schätzungsweise bis zu 160.000 Tansanier an den Folgen von HIV-Infektionen. Gemäß der Weltgesundheitsorganisation sind 6,5 Prozent der zwischen 15 bis 49 jährigen Einwohner Tansanias mit dem HIV-Virus infiziert. Wegen erfolgreicher Aufklärungsarbeiten sinkt derzeit die Landes durchschnittliche Neuinfektionsrate. Allein, den AIDS Hinterbliebenen ist mit dieser Statistik nicht geholfen. Insbesondere die AIDS-Waisen, die sich um ihre Familienmitglieder kümmern müssen und deshalb die Schule abbrechen, haben nach dem Tod ihrer Eltern kaum Zukunftsperspektiven.

In der Stadt Mbeya ist die Lage drastisch, da sie ein Transit-Knotenpunkt mit all seinen typischen Nebenerscheinungen ist. Dass sich in dieser Stadt die Selbsthilfegruppe Kihumbe gebildet hat, ist somit keine Zufälligkeit. Die lokale Hilfsorganisation leistet wichtige Aufklärungsarbeit, teilt Kleidung, Essen und Verhütungsmittel aus und macht die verbliebenen Verwandten der Waisenkinder ausfindig.
Tagsüber sollen diese Waisenkinder zukünftig in einem Jugendzentrum betreut und aus- bzw. weitergebildet werden. Für die rund 150 Aidswaisenkinder der Stadt, die bei ihren Verwandten wohnen, wird ein Jugendzentrum gebaut. Es wird zwei Gebäude beinhalten, welche Räume für Unterricht und Freizeitaktivitäten bieten. Knorr-Bremse Global Care e. V. finanziert sowohl den Bau als auch die Einrichtung des Jugendzentrums.

Ort: Mbeya, im Südwesten des Landes.

Status: Projektbeginn: September 2006. Die Einweihungsfeier fand im April 2007 statt. Das Projekt ist abgeschlossen.

Koordination vor Ort:
Lokale Hilfsorganisation Kihumbe (Abkürzung von: "Kikundi Cha Huduma Majumbani Mbeya"; deutsch: Hausfürsorge Gruppe Mbeya).